Drupa 2016 – PDB touched the future

 

Da standen wir nun am Eingang zwischen Halle 8a und 8b und hatten zwei Tage Zeit, um uns auf dem Messegelände durch 19 Hallen zu schlagen. Durchschlagen, da das Gelände gefüllt war mit über 1800 Ausstellern aus 54 verschiedenen Ländern. Ja, wir können stolz berichten, dass wir auf der Drupa 2016 waren – der weltgrößten Messe für Print und crossmedia, die vom 31. Mai bis
zum 10. Juni in Düsseldorf stattfand.

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Ob Drucker, Mediengestalter, oder sonst irgendwer, beeindruckend war es sicher für jeden von unserer Gruppe und für die anderen rund 260.000 Besucher aus 188 verschiedenen Ländern, sowie für die 1900 Journalisten aus 54 Ländern. Da wir keine geschäftigen Geschäftsleute waren, die irgendwelche wichtigen Geschäfte abschließen wollten, sondern einfach nur als „faule Berufsschüler“ auftraten, konnten wir sehr entspannt alle Eindrücke sacken lassen und anschauen was wir wollten, sofern irgend möglich bei der Reizüberflutung durch Leinwände, Drucker, Maschinen, Stände, Shows, Banner, Messewände und und und.

Aber was gab es nun genau zu entdecken?

In Sachen Digitaldruck reden wir weder von Bürolaserdruckern, noch von Mini-Tintenstrahldruckern für Urlaubsfotos (obwohl es die natürlich auf der Messe auch gab), sondern von Digitaldruckmaschinen für Akzidenzdruck und Ähnliches. Geringere Auflagen und mehr Nachfrage in Sachen personalisierter Druck stellen Firmen sicher vor die Frage, ob sie überhaupt noch in einen Plattenbelichter und sechs Tonnen Druckmaschine investieren, oder lieber auf moderne Inkjettechnologie setzen, die immerhin auch um die 3000 Bogen in der Stunde möglich macht. Die Qualität reicht noch nicht an Offset heran, scheint aber große Fortschritte zu machen. Sicher nur eine Frage der Zeit, bis Digitaldruck alles ablöst (falls man bis dahin überhaupt noch Papier bedruckt). Über Großformatdrucker haben wir uns natürlich jedes Mal gefreut. Wo, wenn nicht auf der Drupa, bekommt man so viele kostenlose Plakate und Poster. Die dazugehörigen Drucker druckten natürlich entweder besonders schnell, besonders hochauflösend, oder besondern riesig … oder alles zusammen.

Offsetdruck – in seiner Grundform selbstverständlich für die Messe. Mit einer 08/15-Offsetmaschine kann wohl kein Aussteller mehr beeindrucken. Wenn, dann muss sie schon einen automatischen Plattenwechsler haben und Walzen, Gummituch etc. selbst waschen, wenn nötig. Außnahme: es handelt sich um eine CO²-neutrale Maschine, dann darf sie lahm sein, denn sie ist ja öko :) Interessant sind sicher effektivere Veredelungsmethoden (UV-Lack, etc.) der neuen Maschinen.

Broschüre, Flyer oder Buch ohne Veredelung? Langweilig. Glanz und Mattglanz, Folien, Lacke, Prägungen etc. sah man überall, egal an welcher Ecke. Gold, Silber, Neon, Deckweiß – alles kein Problem für die moderne Druckindustrie. Ob das jetzt gut aussieht oder nicht, kommt sicher aufs Design an. Was aber bringen Lacke, Spotlacke und Veredelungen ohne Nachverarbeitung? Gar nichts. Das dachten sich wohl auch gefühlte 5000 Aussteller und präsentierten die neusten, besten, effizientesten Nut-, Rill-, Schneide-, Stanz-, Falz-, Klapp-, Sammel-, Binde- und Sortiertechniken. Beeindruckend waren die riesigen Förderbänder, intelligenten Roboterarme und schnellen Laser allemal, aber es ist halt nur bedingt unser Fachgebiet.

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Und wo war die „Future“ jetzt zum Greifen nah? Nun, die Presse nennt 3D-Druck, Verpackungsdruck und funktionalen Druck. Web-to-print nimmt (zum Leidwesen mancher Designer) ebenfalls stark zu. Sicher, 3D-Drucker usw. gab es zur Genüge zu bewundern, aber da hätten wir uns (vor allem im Bereich Crossmedia und Augmented Reality) noch mehr erhofft.

Nun zusammenfassend kann man wohl sagen: alles, was im Entferntesten mit Druck, Papier oder Nachverarbeitung zu tun hat, gab es zu sehen: von A wie alternative
Verpackungen bis Z wie Zeitungsdruck …

Am Rande: Für das nächste mal ziehe ich mir vielleicht ein Hemd an. Als Berufsschüler stand man hin und wieder schon etwas underdressed zwischen all den anzugtragenden Geschäftsleuten, die wirklich Geschäfte abschließen wollten. Da wirkte man oft wie ein Give-away abgrapschender Assi ;) Apropos Give-away und Messegeschenke. Für die Drupa braucht man einen großen Kofferraum ;)

Unsere Einzelstatements zur Drupa:

Isabel Deneke

Isabel:

„Auf der Drupa 2016 gab es so viele spannende und beeindruckende Dinge zu sehen, dass zwei Tage eigentlich nicht ausreichend waren. Es ist wirklich unglaublich, was heutzutage alles im Print-Bereich möglich ist. Für mich waren die Messehallen des Geländes einfach gigantisch, nicht nur von der Größe, sondern auch von der Aufmachung der einzelnen Aussteller. Insgesamt waren die zwei Tage ein voller Erfolg, was man an unseren voll gepackten Taschen sehen konnte. Drupa 2020 – gerne wieder!“

Michelle Riegel

Michelle:

„Besonders interessant fand ich auf der Drupa die Veredelungstechniken, da hab ich mir das ein oder andere glitzernde Giveaway mitgenommen :D Wir haben viel (mehr oder weniger) interessanten Infokram mit nach Hause geschleppt. Ich bin immer noch fasziniert, dass das alles in Danielas Auto gepasst hat. In Düsseldorf hatten wir abends natürlich auch etwas Spaß ;) #superdrupa #ug #theresahatnenkoffer“

Daniela Faltz

Daniela:

„Nicht nur das Drupa-Gelände an sich war riesig, auch die einzelnen Aussteller-Flächen waren enorm – an jeder Ecke sah man LED-Leinwände, Druckmaschinen, Customer-Lounges und andere Specials, mit denen sich die Aufsteller zu übertrumpfen schienen. Am besten waren allerdings immer noch die Stände, die tatsächlich betreut wurden und bei denen man etwas erfahren konnte. Achja, und nicht zu vergessen: Stände mit Gratis-Essen :D“

Jannik Baranczyk

Jannik:

„Für mich war die Drupa ziemlich beeindruckend. Allein die Größe & der Umfang der Messe waren mehr, als ich erwartet hatte. Zwar sind Druckmaschinen & Co. für mich als Webdesigner berufsmäßig eher unbedeutend, doch trotzdem fand ich es spannend, zu sehen was im Printbereich so abgeht. Ein dicker Pluspunkt waren natürlich die vielen Giveaways & Werbegeschenke, die man in den zwei Tagen einsammeln konnte #spidermanposter“

Nina Ruppel

Nina:

„Die Drupa 2016 ist vorbei, unsere Taschen sind voll und unsere Füße tun weh. :D Circa 17 km haben wir am ersten Tag hinter uns gelassen. Die sämtlichen technischen Verfahren rund um den Druck und das gesamte Spektrum der Anwendungsbereiche waren sehr vielseitig und beeindruckend. Besonders fasziniert haben mich die Verpackungsdesigns, die mit Hilfe verschiedenster Veredelungsprozessen entstanden sind. Allein die riesigen Messestände in den 19 Hallen waren durch tolle Designs schön anzusehen und man hat gleich Lust bekommen eigene zu entwerfen. Die Drupa in Düsseldorf war somit ein wirklich gelungener Ausflug.“

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Theresa:

„Aus dem Agenturalltag zur Drupa nach Düsseldorf zu kommen, war wie eine andere Welt. Schon am Eingang wurde ich von französischen, spanischen, englischen und chinesischem Stimmengewirr begrüßt. Gefolgt von Ausstellern aus aller Welt, die sich auf die 18 Hallen des Messegeländes verteilten. Wow, ich war beeindruckt von den Dimensionen und der Größe der Branche, die ich so oft bei den tagtäglichen Projekten im kleinen Fulda vergaß. Allein der Aufbau, die Architektur und das Design mancher Messestände ließen mein Herz höher schlagen. Den größten Anteil hatten zwar Druckmaschinen und Druckprozesse, aber dennoch entdeckte man an vielen Ecken auch für Mediengestalter und Grafiker interessante Neuigkeiten. Abschließend bin ich erschöpft und dennoch beflügelt durch all die neuen Eindrücke nach Hause gefahren.“

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Christian Samen

Christian Samen

21 | Layouter | Print-Designer | Drummer | Artist ~ Everything is Art. Can you realize? ~

2 Kommentare zu “Drupa 2016 – PDB touched the future

    1. Vielen Dank für deinen Kommentar :) ja dieser Post war etwas printlastig, das nächste Mal wird es wahrscheinlich wieder etwas allgemeiner … Welches Thema würde dich mal interessieren?

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